Vom Manuskript zum Buch – mein Weg ins Selfpublishing

Vom Manuskript zum Buch – mein Weg ins Selfpublishing

Zurzeit lese ich One Fifth Avenue von Candice Bushnell. In dem Roman über die Hausbewohner in der One Fifth Avenue wird unter anderem der Werdegang zweier Schriftsteller beschrieben. Damals gab es nur den klassischen Weg, über einen Verlag oder eine Zeitung Artikel und Bücher zu veröffentlichen. Hätte ich vor zehn Jahren entschieden, mein Buch zu verschriftlichen, hätte ich wohl nie den Mut aufgebracht, es an Verlage zu schicken. Ein Manuskript so lange zu bearbeiten, bis es nahezu perfekt ist (für wen auch immer) und dann Türklinken zu putzen, braucht schon eine gehörige Portion Mut und Entschlossenheit, die ich vielleicht gar nicht gehabt hätte.

Heute bietet das Internet ungeahnte Möglichkeiten und Hilfen, eigene Ideen zu verschriftlichen, zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Ich bin diesen Weg fast durch Zufall gegangen und empfinde mich als überaus glücklich, jeden Tag neue Wunder zu erleben.

Hier möchte ich euch meinen wundervollen Weg zu meinen ersten Büchern vorstellen.

Tipps fürs Schreiben – Oder wie Yvea aus Die Talentierten in Band 1 sagen würde: „Alles hat einen Plan.“

Was bewegt uns dazu, Artikel, Blogbeiträge oder Bücher zu schreiben? Ist es die Faszination des Lebens eines Bestsellerautors oder Bloggers? Die Möglichkeit, überall in Ruhe vor dem eigenen Laptop zu sitzen, Kaffee zu schlürfen und sich in literarischen Ergüssen zu ergehen? Diese romantische Vorstellung hat auch mich lange Zeit umgetrieben – und ein großes Stück am Schreiben gehindert. Denn die Realität fast jedes Autors sieht anders aus. Tagsüber füllt der Brotjob, den man laut Elizabeth Gilbert haben sollte, einen Großteil des Tages aus. Nachmittags oder abends sind viele in charge mit den Kindern und wenn diese dann abends schlafen, möchte man sich meistens gleich dazulegen. Elizabeth Gilberts Worte in Big Magic haben mir jedoch Mut gemacht, trotzdem zu schreiben. Und zwar regelmäßig. Die wenigsten Autoren verdienen gleich zu Beginn mit ihren Büchern genug Geld, die meisten leben von anderen Einnahmen. Dementsprechend wenig Zeit bleibt für das Schreiben, und diese Zeit sollte, so war jedenfalls meine Erfahrung, gut geplant sein.

Ich habe mir angewöhnt, fast jeden Tag zu schreiben und seien es auch nur ein paar Zeilen. Ein Übungs-Blog, dessen Beiträge ich nicht veröffentlicht habe, hat mir etwas Erfahrung verschafft. Darüber hinaus habe ich statt Fernsehen die Lektüre von Blogs, Büchern und Artikeln vorgezogen und mir interessante Beiträge, Sätze, Wörter angemarkert. Einige Autoren schreiben mit der Pomodoro-Technik, was in etwa bedeutet nach 25 Minuten eine 5-minütige Pause einzulegen. Je länger dieser Rhythmus dauert, desto länger werden zwischendurch die Pausen. So genau habe ich das nicht gemacht, aber ich habe mittlerweile geplante Pausen für Haushalt oder Ähnliches, bei denen ich meine Ideen im Kopf umherwandern lasse.

Ein mittelfristiger Plan hilft bei der Verschriftlichung des Romans. Mithilfe einer Deadline kann man dann zurückrechnen, wie viele Kapitel oder Seiten man in welcher Zeit schaffen möchte.

Ken Follett entwirft seine Romane am Reißbrett und viele Bestsellerautoren tun es ihm gleich. Jonathan Safran Foer steht täglich um vier Uhr auf und schreibt zwei Stunden, bevor die Kinder wach werden. Und er unterrichtet danach noch an der Universität und holt nachmittags seine Kinder ab.

Vor allem bei Zeitknappheit macht eine gute Plotstruktur Sinn, damit man sich nicht jeden Abend neu in die Handlung, Charaktere und Welt des eigenen Romans eindenken muss. Hatte ich zu Beginn auch nicht, daher gleich der nächste Tipp: Wenn ihr noch nicht so firm im Schreiben eigener Werke seid, gönnt euch ein Coaching (Beitrag folgt).

Ein kleiner Nachtrag zum Thema am Strand schreiben: Der Laptop muss erst noch gebaut werden, auf dessen Display man auch in praller Südseesonne etwas erkennen kann. Kein Wunder, dass Jan Weiler zum Schreiben in den Keller geht.



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