Es ist Sarah

Es ist Sarah

„Sie geht ein Stück vor mir in jener Märznacht, auf dem Boulevard du Montparnasse. Sie wirkt weniger betrunken als ich. Sie ist lebendig. Sie sieht nicht, dass ich mich bemühe, in ihren Spuren zu laufen, dass ich benebelt bin, dass das Pflaster ein wenig schwankt. Sie dreht sich plötzlich um, sehr schnell, und legt ihre Lippen auf meine.“

Pauline Delabroy-Allards Debutroman besticht durch sein sprachliches Tosen, dass den Leser mit fliegenden Sätzen, kurzen Kapiteln und Kommata in seinen Bann zieht. Die eigene Atmung stockt, während man der Entwicklung,  den schnellen Sätzen hinterhereilt. Immer einen Schritt hinter der Geschichte des Liebespaares Sarah und der Erzählerin,  einer jungen Lehrerin.
Rasant ist die Geschichte, emotional berührend und oft schmerzhaft. Denn gleich zu Beginn erfahren wir von Sarahs Krankheit. Als die Erzählerin von eben dieser erfährt,  zieht sie sich zurück,  zu groß ist der Schmerz. Doch die Krankheit schreitet voran und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
‚Es ist Sarah‘ macht in der Tat atemlos. Leser*innen mit viel Freude an dem rasanten Sprachstil vergleichbar mit Kjersti A. Skomsvold (‚Meine Gedanken stehen unter einem Baum und sehen in die Krone‘) und Fernanda Melchor (‚Saison der Wirbelstürme‘).
Pauline Delabroy-Allard gehört zu einer neuen Generation von Autor*innen.


Möchtest Du Deine Gedanken teilen?

Deine E-Mail Adresse wird nicht weiter gegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Ich stimme der Speicherung und Veröffentlichung meiner Daten gem. der Datenschutzerklärung zu.